Texte und Gedanken zur Tierkommunikation
24.5.2026
Wie ich zur Tierkommunikation gekommen bin:
Kurz nachdem ich meine neue Wohnung bezogen hatte, war mir klar, dass ich eine Katze als Mitbewohnerin haben möchte. Da ich im vierten Stock wohne, kam nur eine Wohnungskatze infrage. Über eine Anzeige fand ich Bella, und sie zog bei mir ein.
Bella hat einen sehr intensiven Blick, und oft, wenn sie mich ansah, dachte ich: was willst du mir nur sagen? Ich wünschte mir, ich könnte ihre Botschaft verstehen.
Nachdem sich Bella bei mir eingelebt hatte, saß sie oft vor dem Fenster oder auf dem Balkon und guckte sehnsüchtig in den Garten. Nach einer Weile zog sie sich dann immer in ihr Körbchen zurück und rollte sich mit einem Seufzer zusammen. Es tat mir im Herzen weh zu sehen, wie schicksalsergeben sie sich zusammenrollte, als wolle sie sich in den Garten hineinträumen, der in ihrer Wirklichkeit so weit weg war und außerhalb ihrer Reichweite.
Ich machte verschiedene Anläufe, um ihr den Freigang nach draußen zu ermöglichen. Entweder funktionierten sie nicht, oder sie waren nicht realisierbar.
Irgendwann traf ich auf eine Tierpsychologin, die meinen Blick dafür öffnete, was es für Möglichkeiten gäbe, dass Bella aus dem vierten Stock in den Garten hinterm Haus kommt.
Ungefähr zur gleichen Zeit wurde ich auf die Möglichkeit der Tierkommunikation aufmerksam gemacht. Ich fand im Internet kostenlose Abend-Meditationen mit Wildtieren. Es funktionierte bei mir nicht wirklich gut, aber mein Interesse war geweckt. Bei der nächsten Möglichkeit buchte ich einen Basiskurs in Tierkommunikation.
Gleichzeitig begann ich damit, für Bella die Möglichkeit zu schaffen, in den Garten zu kommen.
In den ersten Abenden des Kurses für Tierkommunikation saß ich da mit einem Brett vor dem Kopf - es wollte einfach nicht funktionieren. Ungefähr am dritten Abend machte es plötzlich Klick, und der erste Herz-zu-Herz-Kontakt mit einem Tier fand statt. Es war faszinierend! Ich war immer noch etwas ungläubig und traute meiner Intuition nicht wirklich. Schritt für Schritt bekam ich immer mehr Informationen von den jeweiligen Tieren, und diese Informationen wurden immer öfter von den Tierhaltern bestätigt. Eine ganz neue Welt eröffnete sich mir. Die Gespräche mit den Tieren waren so tiefgehend und so erfüllend, so anders als mit Menschen, mit so vollkommen anderen Sichtweisen und Einsichten - ich konnte gar nicht genug davon bekommen.
In der Zwischenzeit hatte ich alles vorbereitet, damit Bella wirklich unten in den Garten konnte. Die Katzenklappe in meiner Wohnungstür war installiert, die Nutzung der Katzenklappe mit Bella geübt, dem Freigang stand nichts mehr im Weg. Bis auf die Tatsache, dass Bella die Katzenklappe nicht benutzte. Was nun?
Nachdem ich etwa 2-3 Wochen abgewartet hatte, nutzte ich zaghaft aber entschlossen meine neuen Fähigkeiten in der Tierkommunikation. Und siehe da, drei Tage nach meinem Gespräch mit Bella kam ein ungewohntes klapperndes Geräusch an meine Ohren: Bella hatte die Katzenklappe benutzt! Heureka, Bella war eine Freigängerin!
Das war mein erster großer Erfolg und der erste Schritt für eine sehr, sehr innige Beziehung zwischen Bella und mir.
So viel dazu heute. Während ich diesen Beitrag schreibe, spüre ich eine unendlich große Dankbarkeit für diese so große Bereicherung in meinem Leben! Ich kann das Gefühl gar nicht beschreiben, dass mich bei der Erinnerung an dieses Erlebnis erfüllt, und ich bin Bella von Herzen dankbar, dass sie sich auf diesen Weg mit mir eingelassen hat. 🐾😻
25.5.2026
Urlaubsvorbereitung:
Ich habe heute in meinen Fotos auf dem Handy aufgeräumt. Dabei fielen mir zwei Fotos von Bella aus dem letzten Sommer in die Hände.
Seit einigen Jahren biete ich, zusammen mit zwei Kollegen, einen musikalischen Ferienworkshop für Kinder und Jugendliche an. Dafür muss ich Bella sechs Tage alleine lassen, weil der Workshop mit Übernachtung ist.
Letztes Jahr, als ich noch in der Ausbildung war, war es wieder soweit.
Mit den eigenen Tieren ist die Tierkommunikation anfangs immer etwas schwieriger als mit fremden Tieren, da wir emotional so involviert sind: Wir lieben unsere Tiere, wir machen uns Sorgen um sie, sie sind uns wichtig, wir möchten nur das Beste für sie.
Die Vorbereitung für den Workshop ist immer etwas stressig, weil es so viel zu bedenken gibt und der Aufbruch dorthin früh am Morgen ist.
Ich habe also versucht, Bella auf meine Abwesenheit vorzubereiten, und alles so zu machen, wie ich es in der Ausbildung gelernt habe, wenn man auf Reisen geht. Ich war mir aber nicht ganz sicher, ob es geklappt hatte, da ich doch etwas angespannt war aufgrund der vielen Vorbereitungen.
Am ersten Tag im Workshop ist immer überhaupt keine Zeit zum Nachdenken. Alle kommen an und sind aufgeregt, alles muss ausgepackt werden, die Räume verteilt, die Gruppen eingeteilt, der Tagesablauf erklärt werden, und so weiter und so fort.
Abends nahm ich mir Zeit, um mit Bella in Kontakt zu treten, war aber auch sehr müde. Außerdem wusste ich, dass sie von ihren beiden Katzensitterinnen sehr gut versorgt wird.
Am nächsten Morgen nahm ich mir wieder Zeit für Bella, und hatte irgendwie ein ungutes Gefühl. Dies verstärkte sich im Laufe des Tages. Am Nachmittag schrieb ich in unsere Ausbildungsgruppe, dass ich für sechs Tage unterwegs sei und ein ungutes Gefühl Bella betreffend hätte. Ich fragte an, ob jemand Lust und Zeit hätte, sich in Bella einzufühlen und sie zu fragen, wie es ihr ginge, ihr noch einmal die Situation zu erklären, und ihr zu sagen, dass ich sie liebte und auf jeden Fall immer wieder nach Hause käme, zu ihr zurück.
Etwas später kam ein Foto von meiner Katzensitterin: Bella lag im Körbchen, und ihr Blick war so abgrundtief verloren, dass es mir ins Herz schnitt. Ich schickte das Foto in die Ausbildungsgruppe zusammen mit meiner Anfrage. Innerhalb von kurzer Zeit erklärten sich vier Teilnehmerinnen bereit, das Gespräch mit Bella zu suchen. Abends und am nächsten Morgen kamen die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen: meine eigene Nachricht über meine Abwesenheit war bei Bella nicht angekommen, und sie war zu der Annahme gekommen, dass ich sie verlassen hatte und nicht mehr wieder käme. Alle Teilnehmerinnen richteten Bella meine Nachrichten und meine Liebe aus und erklärten ihr die Situation. Manche waren sehr kreativ und füllten die Wohnung mit meiner Liebe oder krauelten Bella oder spielten mit ihr. Alles rein mental.
Eine Teilnehmerin erklärte sich sogar bereit, von nun an täglich mit Bella Kontakt aufzunehmen und mir anschließend einen kurzen Bericht zu schicken.
Abends kam wieder ein Foto von der Katzensitterin: Bella lag ausgestreckt auf dem Rücken auf dem Sessel und versuchte, ein Spielzeug zu fangen. Die pure Lebensfreude!
Ich war so erleichtert und meinen Kollegen aus der Ausbildungsgruppe so unendlich dankbar!
Seither hat die Urlaubsvorbereitung für Bella immer ganz hervorragend funktioniert. Und es ist für mich eine phänomenal große Hilfe, dass nicht nur ich in meiner Abwesenheit mit Bella in Kontakt bin, sondern dass ich immer Freunde habe, die in meiner Abwesenheit Tierkommunikation mit ihr machen, mit ihr kuscheln, mit ihr spielen, ihr meine Liebe ausrichten, sie beschäftigen, sie aufmuntern, und dann eine kleine Voicemail an mich schicken, wenn sie mit Bella gesprochen haben.
Ich kann nur jeden ermuntern, der sein Tier für eine Zeit lang alleine lassen muss, sei es für einen Urlaub, sei es für eine Dienstreise oder was auch immer - egal, wie lang die Abwesenheit ist - diese Abwesenheit mit Tierkommunikation vorbereiten und begleiten zu lassen.
Bella und ich vermissen uns immer ganz fürchterlich, wenn ich verreist bin. Mit der Tierkommunikation ist die Trennung etwas leichter zu ertragen. Es ist ein bisschen so, als würden wir täglich miteinander telefonieren, uns gegenseitig erzählen, wie der Tag war, und uns gegenseitig versichern, dass wir uns lieben. 💕
27.5.2026
Im Garten:
Eben war ich mit Bella im Garten hinterm Haus. Ich lag auf einer Decke im Gras. Irgendwann fing ich an, die Ameisen im Gras zu beobachten, und ich sah, dass die Ameisen winzig kleine Steinchen von irgendwoher brachten und auf einen kleinen Minihügel aus Steinchen legten. Hügel ist vielleicht nicht das richtige Wort und es waren gerade mal etwa 1 Millimeter große Steine. Ich fragte mich, was sie da taten und bekam als Antwort, „das siehst du doch“, und ich sagte, ich sehe es, aber ich verstehe es nicht. Ich bekam als Antwort: „Wir zeigen es dir doch“. Daraufhin guckte ich genauer hin und sah, dass die Ameisen aus einem winzigen Loch in der Erde kamen und diese winzig kleinen Steinchen heraustrugen und auf diesen winzig kleinen Hügel ablegten.
Nachdem ich das etwa eine Viertelstunde beobachtet hatte, bemerkte ich ein paar Zentimeter weiter ein zweites winziges Loch im Boden, aus dem auch Ameisen kamen, ebenfalls mit winzig kleinen Steinchen, und sie auch auf einen winzig kleinen Hügel ab legten. Dann entdeckte ich sogar noch ein drittes Loch und wieder Ameisen, die mit winzig kleinen Steinchen dort herauskam und sie ablegten.
Ich fragte nach, warum sie das taten, aber die Ameisen verstanden die Frage nicht. Es gab keine Bewertung ihres Tuns. Es war keine Arbeit. Es war kein Muss. Es hatte ihn niemand befohlen. Sie taten es auch nicht, weil alle anderen, das taten. Alle unsere menschlichen Maßstäbe galten nicht. Sie taten es einfach, und zwar unermüdlich. Natürlich gab es einen Grund, warum sie es taten, aber diese Fragen, die wir uns immer stellen - wieso, weshalb… - spielten für sie keine Rolle. Es gab etwas zu tun, Punkt. Offenbar ohne Anstrengung krabbelten sie rein in das Loch und kamen mit einem winzigen Steinchen wieder raus, legten ihn ab, krabbelten wieder rein ins Loch und so weiter und so fort. Es sah nicht anstrengend aus, einfach nur emsig.
Ich stellte mir vor, wie ich mich fühlen würde, wenn ich mit einem Kopf-großen Stein einen Hang hoch laufen müsste, ihn ablegen und wieder zurücklaufen müsste, um den nächsten Stein zu holen. Pausenlos. Und bei ihnen wirkte es einfach nur mühelos. Ich weiß nicht, was es war, aber es sah so aus wie etwas, dass ich mir gerne abgucken würde für mein Leben.
Nachdem ich eine ganze Weile zugesehen hatte, bedankte ich mich bei den Ameisen, dass ich ihnen hatte zusehen dürfen und dass sie mir ihr Leben gezeigt hatten. Sie sagten „sehr gerne“, und bedankten sich ebenfalls, dass ich ihnen meine Aufmerksamkeit geschenkt hatte. Was für eine Erfahrung! 🐜🐜🐜
